Oberschule an der Egge

mit Gymnasialer Oberstufe

Hintergrund: Müllvermeidung – Warum und wie?

Im Blickpunkt: Alles für den Mülleimer?

ForscherInnen haben winzige Kunststoffteilchen schon in Meeren, in Flüssen und Seen, in Fischen, in Cremes und Duschgels, in unserer Kleidung und im Kinderspielzeug entdeckt. Man geht davon aus, dass kein Bereich der Erde mehr plastikfrei ist. Selbst in der Luft finden sich die Reste von Plastik, die wir täglich wegwerfen oder benutzen.

Dabei handelt es sich um Mikroplastik, das durch den Abrieb von Autoreifen entsteht oder auf Baustellen freigesetzt wird (weitere Quellen von Mikroplastik werden in der rechten Infografik dargestellt). Doch damit nicht genug: Der Müll ist nicht nur überall, sondern befindet sich mittlerweile auch in uns und anderen Lebewesen!

„Forscher finden erstmals Mikroplastik in Stuhlproben von Menschen“ lautete ein erst kürzlich erschienener Befund von Wissenschaftlern, der uns noch mehr Grund zur Besorgnis geben sollte. Das ist auch gar nicht so schwer vorstellbar, wenn wir uns nur vor Augen führen, dass wir aus Plastikflaschen trinken, am Kunststoffdeckel des Coffee-to-go-Bechers nippen und in den Supermärkten in Plastik eingeschweißte Lebensmittel kaufen.

Grund genug, sich einmal näher mit dem offensichtlichen Müllproblem zu beschäftigen. Und vor allem: Diesem zu begegnen.

Woher stammt das Mikroplastik?


Quelle: Fraunhofer, 2018

Jetzt geht’s los: So vermeidest du Müll

Von: Frau Koch

Hast du schonmal von Zero-Waste gehört? Vielleicht nicht, vielleicht ja – und möglicherweise denkst du auch, dabei handelt es sich wieder nur ein neuer hipper Öko-Trend. Doch damit liegst du falsch, denn Zero Waste sollte jeden etwas angehen. Die Antwort auf deine Frage, was nun aber Zero Waste genau gemeint ist, ist eigentlich ganz simpel: Zero Waste ist ein Prinzip, das es sich zum Ziel setzt, im Alltag Müll zu vermeiden und nichts mehr auf die Müllkippen zu schicken. Dabei stützt sich das Prinzip auf die 5 (engl.) Rs:

  • Refuse = Ablehnen: Verzichte auf das, was du nicht wirklich brauchst.
  • Reduce = Vermeiden: Reduziere, die Dinge, die du konsumierst.
  • Reuse = Wiederverwenden: Verwende so viel wie möglich wieder.
  • Recycle = Zurückführen Recycle nur das Nötigste.
  • Rot = Kompostieren: Kompostiere die Abfälle, die nicht anderweitig verwendet werden können.

Es hat übrigens einen Grund, warum Recycle recht weit hinten steht, denn längst konsumieren wir schlichtweg zu viel, sodass ein großer Teil des Abfalls es nicht einmal auf die Müllhalden – die übrigens gesundheitsgefährdend sind – schafft. Stattdessen blicken wir auf weggeworfene PET-Flaschen am Wegesrand oder überquellende Mülleimer. Selbst im Ozean treibt das, was wir meinen nicht mehr zu brauchen, umher und gefährdet die dortigen Lebewesen.

Aber Achtung: Denke jetzt nicht, dass du gar nichts mehr recyceln darfst oder sollst. Stattdessen geht es hierbei mehr darum, sich einmal mit der Frage zu beschäftigen, ob wir wiklich alles von dem brauchen, was wir kaufen (und dann doch wieder irgendwann wegwerfen). Und sich immer wieder bewusst zu machen: Recyclen kostet Ressourcen (Energie).

Fakt ist: Jede(r) Einzelne kann viel bewirken. Jeder ist in der Lage, eine ganze Menge Müll zu vermeiden. Es gilt: Einfach loslegen!

Clever Zero-Waste-n in der Schule


Von: Frau Koch

  • 1. Tipp: Leitungswasser statt Mineralwasser.
  • 2. Tipp: Lunchbox packen statt (abgepacktes) Essen kaufen.
  • 3. Tipp: Buntstifte statt Feinliner.
  • 4. Tipp: Pappmappe statt Plastikprodukt (… und mit dem Umweltsiegel „blauer Engel“)
  • 5. Tipp: Textmarker zum Nachfüllen oder Textmarker-Buntstifte
  • 6. Tipp: 4 Holz statt Plastik (z.B. Lineal)
  • 7. Tipp: Füller mit nachfüllbaren Patronen
  • 8. Tipp: Setz bei College-Blöcken etc. auf Recycling-Papier
  • Dein Tipp hier? Schreibe einfach eine Mail an 443@schulverwaltung.bremen.de (Betreff: KlimaChallenge)