Oberschule an der Egge

mit Gymnasialer Oberstufe

Meeresbiologisches Praktikum am Golf von Neapel

Text von: Frau Koch

Das Biologieprofil unter der Leitung von Frau Koch und Herrn Bannas nutzte die Fahrtenwoche, um sich schwerpunktmäßig der Meeresbiologie zu widmen. Die traumhaft schöne Amalfiküste mit dem in unmittelbarer Nähe zum Mittelmeer gelegenen Feriendorf Nettuno in Marina del Cantone erwies sich als idealer Ausgangspunkt für zahlreiche Exkursionen während des 4-tägigen Aufenthaltes. Schnell konnte der Reiz der Landschaft – schließlich handelt es sich bei der Strecke von Sorrent nach Massa Lubrense laut MERIAN um die schönste Küstenstraße der Welt – die längere Anfahrtszeit aufwiegen.

Der Blick auf die Bucht des Feriendorfes Nettuno

An den ersten beiden Tagen besuchten die 22 Schülerinnen und Schüler die fußläufig gelegene meeresbiologische Station UNIMARE. Da weite Bereiche des Meeres vor dem Feriendorf im Jahr 2000 zum Marineschutzpark erklärt wurden, ist das Wasser hier besonders klar und sauber. Auch findet man daher vor Ort eine enorme Vielfalt mariner Lebewesen. Diese hervorragenden Bedingungen nutzte die Gruppe, um sich diesen besonderen Lebensraum eigenständig mit entsprechender Tauch- und Schnorchelausrüstung zu erschließen. Nach einer kurzen theoretischen Einführung durch die Diplom-Biologen von UNIMARE sammelten die Schülerinnen und Schüler Lebewesen vom Boden des Meeres, um diese anschließend mithilfe des Mikroskops zu beobachten und schließlich zu bestimmen, bevor diese unversehrt zurück ins Meer gelassen wurden.

Das meeresbiologische Praktikum führte zu einer vertiefenden Auseinandersetzung mit marinen Lebewesen

Als im Jahre 79 n. Christus eine meterhohe Schicht aus Asche die römische Stadt Pompeji bedeckte, kamen etwa 2000 Menschen um. Die Toten wurden durch den Ausbruch des Vesuvs förmlich eingebacken, denn nachdem die Asche erkaltet und die Leichen verwest waren, blieben Hohlräume, die später mit Gips ausgegossen wurden. Auf einer etwa 2-stündigen Führung durch die Ruinen von Pompeji wurden die Schülerinnen und Schüler an jenen Zeitpunkt des Untergangs zurückversetzt. Der Anblick von Familien, die sich in Todesangst aneinanderklammerten oder eines Hundes, der bis zuletzt versuchte, sich von seinem Pflock loszureißen, war für alle beeindruckend und rührend zugleich. Abschließend bestiegen die Schülerinnen und Schüler den Vesuv. Oben angekommen, blickten sie noch einmal von oben auf die Ausgrabungsstätte herab und in den enormen Krater hinein.

Spuren des Untergangs erinnern noch heute an den Ausbruch des Vesuvs im Jahre 79 n. Chr.

Besonders in Erinnerung wird einigen wenigen die Wanderung am Abreisetag, die bereits in der Morgendämmerung begann. Schließlich gelangten die Schülerinnen und Schüler über Felsenkliffen, durch alte Olivenhaine und entlang duftender Wildkräuter zum 485 m hoch gelegenen Aussichtspunkt. Oben angekommen, wurden sie mit einem fantastischen Blick auf die über dem Meer aufgehende Sonne belohnt.

Auf schmalen Wanderpfaden ging es dem Sonnenaufgang entgegen

Einsame Badebuchten wie an der Spitze der Halbinsel von Sorrent ermöglichten Ausblicke auf die Insel Capri

Natürlich durfte auch ein original italienischer Abschlussabend mit Pizza und Pasta direkt am Meer nicht fehlen

 

Wir, Frau Koch und Herr Bannas, bedanken uns für diese sehr schöne, erlebnisreiche Zeit mit euch!