Oberschule an der Egge

mit Gymnasialer Oberstufe

Skiprojekt der Egge erfolgreich gestartet

Texte: Herr Krusekamp, Ruben Wiesner (E-Phase)

Am Freitag, 31.01.20, ging es für einige Schüler*innen der E-Phase auf die Reise nach Österreich, zum Skiprojekt der Oberschule an der Egge. Das Projekt wurde in diesem Schuljahr erstmalig durchgeführt und sollte den Schüler*innen Lernerfahrungen an einem außerschulischen Lernort ermöglichen, sowie deren Eigeninitiative und Engagement fördern. So wurden unter anderem, um die Kosten für jeden Teilnehmer möglichst gering zu halten, Aufgaben beim Bremer-Marathon und beim Trail Relay Schwanewede übernommen. In zwei Blockveranstaltungen am Wochenende wurden inhaltliche Themen zum Skifahren erarbeitet und durch ein gezieltes Sportprogramm die körperliche Fitness verbessert, um für die anstehenden Belastungen am Berg gewappnet zu sein.

Nach einer 16-stündigen Fahrt erreichte die Gruppe den Zielort Obervellach. Nachdem am Samstag organisatorisches und eine kurze Wanderung anstanden, ging es am Sonntag endlich auf die Piste. 13 der 18 Schüler standen im Rahmen des Skiprojekts zum ersten Mal auf dem Snowboard oder Skiern. Nach anfänglichen Unsicherheiten verzeichneten viele bereits am ersten Tag große Erfolge. So gelang es den Schülern eine ganze Abfahrt oder Liftfahrt ohne Sturz zu meistern. Am zweiten Tag gelang es den Skifahrern bereits, mit einigen Anstrengungen und Schweiß, eine rote Piste zu bezwingen.

Dass das Wetter sich in den Bergen schnell ändern kann und nicht immer nur eitel Sonnenschein herrscht, zeigte sich am Dienstag und Mittwoch. Sturmtief „Petra“ zog mit Böen von 110 km/h über Österreich, also auch Kärnten, hinweg und so waren Alternativen gefragt. Nachdem am Dienstag eine gemeinsame Pizzaparty und der Besuch des Schwimmbades anstanden, ging es am Mittwoch bei einer Wanderung, im Gegensatz zum Skifahren, mal den Berg hinauf.
Zur Belohnung für das Ausharren an diesen beiden Tagen gab es am Donnerstag und Freitag für Bremer Alpinisten nochmal Kaiserwetter mit Sonne und Neuschnee. Ein gelungener Abschluss war dabei der Skitag am Möllentaler Gletscher. Auf bis zu 3000 Meter wagten sich die Schüler*innen vor und bezwangen auch dort die eine oder andere Piste, auch rote und schwarze. Die Snowboarder konnten hier ihre neu erlernten Fähigkeiten perfekt umsetzten.
Leider geht jede Fahrt einmal zu Ende und so trat man schweren Herzens, aber auch mit Vorfreude auf zu Hause, die Rückfahrt nach Bremen an. Heile und müde, aber zufrieden landete man zur späten Stunde in der Heimat, wo die Weser einen großen Bogen macht.

Fazit: Es hat riesigen Spaß gemacht mit dieser Truppe das Skiprojekt der Egge zu starten. Wir hoffen in den nächsten Jahren diese Skifahrt dauerhaft an der EGGE zu etablieren.

Ride on Egge…..

Text: Ruben Wiesner (Schüler, E-Phase)

Freitagnachmittag vor den Zeugnisferien. An der Egge parkt ein Reisebus: Das erste Mal darf sich die E-Phase über eine Skifahrt freuen. Bisher gab es eine solche Skifahrt nur für das Sportprofil. Organisiert und überhaupt erst möglich gemacht wurde diese Fahrt von Herrn Bannas, Herrn Krusekamp und Frau Grimm, die sich netterweise für die Betreuung der Jugendlichen bereitgestellt haben.

Für unseren Pilotjahrgang galt schon ein halbes Jahr vor der Fahrt das Motto: Jeder setzt sich für die Skifahrt ein. Zur Finanzierung der Fahrt arbeiteten die Schüler*innen bei dem Bremer Marathon und dem Trail Relay als Streckenposten -sehr erfolgreich, so landeten sie auch in der Zeitung! Auch wichtig: Zum Skifahren (auf über 3000 Metern Höhe!) muss man fit sein: So trafen sich die Jugendlichen mit den Lehrern am Wochenende zu einem intensiven Training. Am Ende kriegten sie zu den Grundkenntnissen zur Ski/Snowboardbekleidung noch ein kurzes, aber knallhartes Tabataworkout mit, das sie fleißig zwei Mal pro Woche durchführten.

Der Bus fährt ab. 16 Stunden Fahrt: Langeweile? -Nicht mit uns! Auch, wenn das Netz oft zu schwach ist, um neue Songs zu laden, singen die Schüler*innen stundenlang immer heiter (die gleiche Leier) mit. Am nächsten Tag angekommen heißt es erst einmal Kraft tanken -morgen ist schließlich Skifahren dran!
Erster Tag auf den Skiern. Die Sonne lacht und die größte Begeisterung für die Schüler*innen ist zunächst die Unmenge an.. Schnee! Spätestens nach dem Aufwärmen fällt jedem auf: Das Training zuhause hatte Sinn. Bei der dünnen Luft fällt alles zu Beginn schwerer. Davon lassen sich die Schüler*innen aber noch lange nicht unterkriegen. Die Schüler*innen kriegen gezeigt, wie man möglichst weich fällt und probieren sich nach dem Trial-and-Error-Prinzip den Hang hinunter. Aus stockendem Fahren, Hinfallen und wieder Aufstehen entwickelt sich immer mehr ein sicherer Fahrstil bei den Schüler*innen. Am Ende des Tages sind alle in der Lage, den Lift hoch- und die blaue Route hinunterzufahren. Der Tag klingt danach mit einer entspannten Runde voll aus lustiger Gesellschaftsspiele aus.

Tag zwei: Mindestens genauso erfolgreich wie der erste! Die Snowbaorder kommen immer mehr mit dem Brett klar, dass nun fest an sie geschnallt ist und die Skifahrertruppe fährt hoch zur roten Route: Alle sind ultra stolz, dass sie den Nervenkitzel heil überstanden haben.

Der Dienstagmorgen startet mit einer unangenehmen Info: Sturm Sabine macht es an Tag drei und vier unmöglich, Ski zu fahren. Die Jugendlichen bleiben stark und vertreiben sich die Zeit mit einer spontanen Wanderung oder wieder einmal Gesellschaftsspielen. Oder wieder Karaoke.

Am Mittwoch herrscht große Vorfreude: Der Wetterbericht sagt für die letzten beiden Tage sogenannte „Blue Bird Days“ voraus -perfektes Skiwetter.
So verbringt die Gruppe den Donnerstag am Ankogel, der Skipiste, an der sie schon geübt sind: Jetzt, mit perfektem Wetter und überwiegend freien Liften macht das Ski- und Snowboardfahren noch einmal extra Spaß.

Nach einem so gelungenen Tag sind alle bereit für das große Finale der Skifahrt: Am letzten Tag geht es auf den 3000m hohen Gletscher!
Was für eine Aussicht! Nicht schwer, alle erneut zum Ski- und Snowboardfahren zu begeistern, obwohl blaue Flecken und Muskelkater schon an der Tagesordnung stehen. Nachdem jeder einmal in den Genuss der vielen verschiedenen Routen gekommen ist, steht der Rückweg an. So ziemlich jeder ist erschöpft, vielleicht ein bisschen von der Höhe mitgenommen, aber total glücklich und stolz über seinen Lernerfolg -Ski/Snowboardfahren lernen in einer Woche: Das kann nicht jeder! Am Abend grinsen alle über beide Ohren, als sie die Aufnahmen, die bei den Abfahrten entstanden sind, sehen. Getoppt wird das nur von der obligatorischen Skitaufe ganz á la Egge: Die Schüler*innen bekommen passende Spitznamen wie „Backstander“ und trinken.. irgendeine scharfe Mixtur, die ihnen über ihre Skier verabreicht wird.

Die Rückfahrt gestaltet sich nicht gerade kürzer als der Hinweg. Trotzdem halten die Jugendlichen durch ihre Musik und einen langersehnten Abstecher bei McDonalds die lange Strecke durch. Als sie nachts wieder an ihrer Schule sind, wissen alle: Das war eine Skifahrt wie keine andere!