Praktisches Lernen eröffnet Perspektiven.
Für Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderstatus ist im 8. Jahrgang ein wöchentlicher Praxistag verbindlich. Er beginnt kurz nach den Sommerferien und ermöglicht es, praktische Arbeitsweisen kennenzulernen, eigene Stärken zu entdecken und berufliche Interessen weiterzuentwickeln.
Hospitationen an drei Werkschulen
Im Verlauf des Schuljahres nehmen die Schülerinnen und Schüler an Probeunterricht beziehungsweise Hospitationen an drei Werkschulen teil. Sie lernen die Schulen, Werkstätten und unterschiedlichen Praxisbereiche unmittelbar kennen.
Was ist die Werkschule?
Die Werkschule ist ein dreijähriger Bildungsgang ab Jahrgang 9. Sie verbindet Unterricht im Klassenraum mit praktischer Arbeit in Werkstätten. Kleine Lerngruppen, sozialpädagogische Unterstützung, Praktika und ein zusätzliches Jahr geben den Jugendlichen Zeit, ihre fachlichen, persönlichen und beruflichen Fähigkeiten zu entwickeln. Nach drei Jahren kann die Erweiterte Berufsbildungsreife erworben werden.
Warum ist das Angebot besonders wertvoll?
Nicht alle jungen Menschen zeigen ihre Fähigkeiten am besten in überwiegend theoretischen Lernformen. Der Praxistag macht handwerkliches Geschick, Ausdauer, Zuverlässigkeit und Teamfähigkeit sichtbar. Die Hospitationen ermöglichen eine informierte Entscheidung: Nach der Erprobung können die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit ihren Familien und der Schule entscheiden, ob eine Bewerbung und ein Wechsel an eine Werkschule infrage kommen.
- Praxistag: wöchentliches praktisches Lernen ab Jahrgang 8.
- Hospitation: Kennenlernen der drei Werkschulen im Probeunterricht.
- Entscheidung: Beratung und freiwillige Bewerbung, wenn der Bildungsgang passt.
Aktuellen Flyer öffnenInformationen der Bildungsbehörde
Der Flyer der Senatorin für Kinder und Bildung informiert über Ablauf, Bewerbung, Probezeit und alle Bremer Werkschulstandorte.