19. März 2026
von Tim Trautmann
Die Oberschule an der Egge hat den Internationalen Weltfrauentag 2026 mit einem eindrucksvollen Projekttag begangen, der viele Schülerinnen und Schüler nachhaltig bewegt hat. Unter der Leitung von Marianne Lippel und Angelika Henschel kamen starke Frauen aus ganz unterschiedlichen Berufsfeldern an die Schule, um ihre Erfahrungen zu teilen, Fragen zu beantworten und jungen Menschen Mut für den eigenen Weg zu machen.
Was diesen Tag so besonders machte, war die Vielfalt der eingeladenen Gäste und die Klarheit ihrer Botschaften. Ob Polizistin, Politikerin, Soldatin, Unternehmerin, Feuerwehrfrau, Juristin oder Kapitänin. Die Frauen, die an diesem Tag an der EGGE zu Gast waren, standen für sehr unterschiedliche Lebenswege und zugleich für eine gemeinsame Haltung. Sie alle machten sichtbar, dass Durchhaltevermögen, Selbstbewusstsein und Entschlossenheit wichtige Voraussetzungen dafür sind, eigene Ziele zu erreichen und sich in der Berufswelt zu behaupten.
In Gesprächen in den Klassen und bei einer Podiumsdiskussion entstand ein offener und inspirierender Austausch. Die Schülerinnen und Schüler begegneten Frauen, die Verantwortung tragen, Entscheidungen treffen, Hindernisse überwinden und ihren Platz in Berufen gefunden haben, die oft noch immer mit festen Rollenbildern verbunden sind. Gerade darin lag die besondere Kraft dieses Tages. Er eröffnete Perspektiven und machte deutlich, wie wichtig reale Vorbilder für die Entwicklung junger Menschen sind.
Anette Suhrbier, Sales Direktorin der Reederei Peter Döhle und bereits zum zweiten Mal Teil der Veranstaltung, brachte diesen Eindruck treffend auf den Punkt. „Ich finde es wirklich beeindruckend, wie viele starke Frauen hier in der Schule versammelt sind und den Schülerinnen ein Vorbild außerhalb von Instagram und Co. sein können.“ Auch aus der Schülerschaft kamen eindrucksvolle Rückmeldungen. Eine Neuntklässlerin sagte: „Es ist toll zu sehen, wie viele starke Frauen es gibt und dass sie uns zeigen, dass alles möglich ist. Unsere Besucherin hat uns sehr ermutigt und es war gar nicht langweilig.“

Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch der Präsidentin der Bremischen Bürgerschaft, Frau Grotheer. Ihre Rede verlieh dem Tag zusätzliches Gewicht und machte deutlich, wie eng gesellschaftliche Teilhabe, Gleichberechtigung und persönliche Ermutigung miteinander verbunden sind. Musikalisch wurde die Veranstaltung von der Pianistin Maria Kondraschewa gestaltet, die gemeinsam mit ihrer Tochter Klara auftrat. Auch sie trugen mit ihrer Offenheit und Ausstrahlung dazu bei, dass dieser Tag weit über eine schulische Veranstaltung hinausging.
Mit insgesamt 25 eingeladenen Frauen wurde der Weltfrauentag an der EGGE zu einem lebendigen Zeichen für Stärke, Vielfalt und Selbstbestimmung. Den Abschluss bildete ein gemeinsamer Kinoabend in der Schule. Die Entscheidung für Hidden Figures – Unerkannte Heldinnen war dabei mehr als passend. Der Film erzählt von Frauen, die Großes geleistet haben, lange Zeit jedoch zu wenig gesehen wurden.
Die zentrale Botschaft dieses Tages war unüberhörbar. Junge Frauen sollen sich nicht einengen lassen, nicht an sich zweifeln und nicht zulassen, dass andere ihre Möglichkeiten begrenzen. Oder, wie Frau Präsidentin Grotheer es sinngemäß vermittelte, sie sollen sich von nichts und niemandem aufhalten lassen, wenn sie ihre Träume verwirklichen wollen.