Fächerangebot
Kunst
Die oft zitierte Frage „Ist das Kunst oder kann das weg?“ beantworten wir an der Egge eindeutig: Kunst gehört gesehen, ausprobiert und gestaltet. Unser Kunstunterricht ist lebendig, farbig, manchmal laut, oft überraschend – und vor allem ein Raum für eigene Ideen.
Sehen, erproben, gestalten
Der Kunstunterricht lädt Schülerinnen und Schüler dazu ein, ihre Umwelt mit anderen Augen wahrzunehmen, neue Ausdrucksformen zu erproben und eigene Vorstellungen in sichtbare Werke zu verwandeln. Von klassischen Mal- und Zeichentechniken über Architekturmodelle und nachhaltiges Design bis hin zu Street Art und Film verbinden wir praktisches Gestalten mit der bewussten Auseinandersetzung mit Bildern, Medien und unserer Lebenswelt.
Kunst in der Sekundarstufe I
In den Jahrgängen 6, 8 und 10 greifen praktische Arbeit und theoretische Grundlagen eng ineinander. Die Schülerinnen und Schüler lernen künstlerische Techniken kennen, untersuchen die Wirkung von Bildern und entwickeln Schritt für Schritt eine eigene gestalterische Handschrift.
Jahrgang 6
Die Welt der Farbe
Im Mittelpunkt stehen Punkt, Linie, Fläche und Farbenlehre. Ausgehend vom Farbkreis und eigenen Farbmischungen entstehen farbenfrohe Collagen. Linien werden als vielseitiges Gestaltungsmittel entdeckt und unterschiedliche Zeichenmaterialien praktisch erprobt.
Jahrgang 8
Das Bild des Raumes
Wie entsteht Tiefe auf einem flachen Blatt? Die Schülerinnen und Schüler lernen Grundlagen der Perspektive kennen und setzen sie in Alleen, Landschaften und fantasievollen Schriftlandschaften um. Optische Täuschungen und bewusst verzerrte Perspektiven zeigen, wie spannend Raumwirkung sein kann.
Jahrgang 10
Das Bild des Menschen
Proportionen von Gesicht und Körper bilden den Ausgangspunkt für Skizzen und figürliche Plastiken. Ergänzend führt ein kunstgeschichtlicher Streifzug von der Steinzeit bis zur Moderne zu neuen praktischen Aufgaben und eigenen gestalterischen Antworten.
Kunst in der Sekundarstufe II
In der gymnasialen Oberstufe werden theoretische Zusammenhänge und anspruchsvolle praktische Aufgaben miteinander verbunden. Die Schülerinnen und Schüler analysieren Kunstwerke, reflektieren visuelle Botschaften und setzen sich gestalterisch mit Gesellschaft, Design und Medien auseinander.
Einführungsphase
E1
Grundlagen der Farbe und Bildanalyse
Die sieben Farbkontraste nach Johannes Itten und ihre Wirkung bilden die Grundlage für eigene Malereien. Zugleich werden Werke systematisch untersucht – beispielsweise Vincent van Goghs „Sternennacht über der Rhone“.
E2
Menschliche Darstellung und Porträt
Wie stellen wir uns selbst dar? Herrscherporträts werden mit heutigen Selbstinszenierungen in sozialen Medien verglichen. Impulse von David Bowie, Cindy Sherman und Steve Rosenfields Projekt „What I Be“ führen zu fotografischen, zeichnerischen und plastischen Selbstporträts.
Qualifikationsphase
Q1.1
Gestaltete Umwelt: Architektur und Urban Art
Wie wollen wir leben und wie verändert Kunst den öffentlichen Raum? Ökologisches Bauen trifft auf gesellschaftskritische Street Art. Eigene Architekturmodelle, Stencils und Miniatur-Installationen machen Ideen räumlich erfahrbar.
Q1.2
Design: Produkt- und Grafikdesign
Was macht gutes Design aus? Unter dem Motto „Aus Alt mach Neu“ entstehen neue Alltagsobjekte aus vorhandenen Materialien. Darüber hinaus werden Logos, Produkte und Ideen für nachhaltige Mode entwickelt.
Q2.1
Kunst der Moderne
Expressionismus, Surrealismus und Pop Art stehen für neue Sichtweisen auf die Welt. Auf großen Leinwänden, mit Verfremdungsstrategien und in abstrakten Arbeiten entwickeln die Schülerinnen und Schüler eigene bildnerische Positionen.
Q2.2
Mediale Welten
Bilder in Werbung und Medien werden auf ihre Wirkung und mögliche Manipulation hin untersucht. Filmische Mittel, Animation und Effekte werden praktisch erprobt und in eigenen Werbespots oder Kurzfilmen eingesetzt.
Einblicke in die Praxis
Schülerarbeiten aus der Q1
Die folgenden Arbeiten zeigen Ergebnisse aus den Themenfeldern Architektur und Design. Unterschiedliche Materialien, Formen und Nutzungsideen machen sichtbar, wie aus einer Aufgabenstellung individuelle Lösungen entstehen.
Architektur
Design: „Aus Alt mach Neu“
Kunst schafft eigene Sichtweisen
Im Kunstunterricht lernen Schülerinnen und Schüler, genau hinzusehen, Ideen weiterzuentwickeln und ihre Entscheidungen sichtbar zu machen. Dabei gibt es selten nur eine richtige Lösung – aber viele Möglichkeiten, eine überzeugende eigene zu finden.
Kunst entsteht im Prozess
Planen, erproben, verwerfen, verbessern: Die praktische Arbeit lebt vom gemeinsamen Nachdenken und vom mutigen Ausprobieren.











